Es warat des a Berichterl über die 2004er-Ausgabe der Toskana-Woche

Es begab sich irgendwann im 2003er-Jahr bei einem Stammtisch, daß das Thema Toskana angesprochen wurde. Nachdem nahezu alle an diesem Abend Anwesenden, die bereits in der Toskana waren der Meinung gewesen sind, daß die Toskana wiedereinmal einen Aufenthalt von afmlern verdient hätte und der MCC irgendwas zu erzählen hatte, so über eine Villa und Transport und günstig und Mitte April 2004, konnte ich mich nicht mehr beherrschen und habe laut HIER gebrüt. Damit war meine Teilnahme an dieser Reise sichergestellt.

Der Preis für Aufenthalt und Transport war für mich vorerst eher Nebensache. Die genauen Kosten des Aufenthaltes werden auch weder ermittelt noch angegeben, da mir die Kosten in diesem Zusammenhang (Toskana, Motorrad, fahren) als nicht wesentlich erscheinen.

Genauere Routenbeschreibungen, die GPS-Tracks und vielleicht Bilderchen werden noch nachgereicht.

Nun aber zu den Einzelheiten der Reise

Datum Ab bis Kurtext länglicherer Text
Fr 2004-04-23 16:00 ~19:00 Vorbereitungen Es werden die Motorräder des größten Teiles der Teilnehmer verladen.
Eine Unmenge an Gepäck ist bereits verladen. Manfred (MCC) erfreut sich seines Kopfwehs.
Sa 2004-04-24 05:00 Antreten afm Wie angefordert treffen alle, bis auf Smartie, die Mitfahren wollen, vor 05:00 am Abreise-Ort ein
Smartie wird aber wegen des mitgebrachten Kaaffeess entschuldig. Es geht ab nach Baden die restlichen Reisenden aufsammeln.
Irgendwann sind alle Mitfahrenden auf die diversen Autos verteilt und es geht ab in den Süden.
Der BX, es wird in weiterer Folge noch von diesem Fahrzeug zu sprechen sein, vermeint wegen Ölmangels den Dienst einstellen zu müssen. Daß mit dem Ölmangel schein in meiner Umgebung irgendwie zur Gewohnheit zu werden.
~ 18:00 Eintrudeln Es treffen alle Teilnehmer mehr oder weniger wohlbehalten an Ihren jeweiligen Schlafplätzen ein
So 2004-04-25 03:00 Schlafen Alles schläft, bis auf Richard.
Der wird von einem Konzert-Martin aus den Armen des Morpheus vertrieben. Diese rüde Räumaktion Richard es erlaubt seinen richtigen Radaukaffee zu erstellen.
08:00 ~ 11:00 Frühstück Erwachende laufen merkwürdig
Die einzelnen Schläfer erwachen und folgen, wie Zombies dem Geruch von Menschenfleisch, dem Geruch Richards Kaffees. Die Verwendung des Wortes Zombie um die Hausgenossen zu beschreiben ist nicht zufällig gewählt. Während nun die einzelnen Personen der Handlung das Wohnzimmer mit dem gedeckten Tisch auffinden kommt Franz mit der guten Nachricht vom gefunden Bäcker und mit frischem toskanischem Gebäck zurück. Kurz nach Franz kommt MCC mit einigem Zubehör für eine "collacione"(?sp). Nun wird gefrühstückt. Die Orangenmarmelade von Richard ist ein Geschenk Gottes.
> 12:00 Die ersten werden unruhig. Eigentlich sollten wir schon unterwegs sein. Motorradfahren. Der Anlass des Aufenthaltes. Eigentlich.
Es wird gebrochen Aufgebrochen nämlich.
Die prospektive wilde Jagd, noch eher als handzahme Tierchen zu bezeichnen, beginnt aufzusattlen. Alle, wirklich alle finden ihr Motorrad. Franz wird einstimmig zum Vorfahrer bestimmt und legt los.
Der anfangs lahme Haufen beginnt bereits auf der Fahrt nach San Gimignano mich zu verlieren. Ich muss bemerken, daß ich der schwächste und somit langsamste Fahrer bin. Franz legt eine schöne Route vor und ich mache, wie von Franz gebeten den Schluß. Dies auch, weil ich noch glaube mittels des meiner GPSes jederzeit nach Hause zu finden.
Noch fährt mir jeder beliebig um die Ohren und ich bin mehr damit beschäftigt die Gruppe nicht zu verlieren als die Landschaft zu bemerken. Vor mir reitet Heinz 'Mekka' Pleschberger seine gelbe Hornet und ich habe genug zu tun, an ihm dran zu bleiben. Ich versuche die geniale Route von Franz sehr konzentriert zu fahren und meine Fahrfehler in den Griff zu bekommen. Die Blicktechnik passt überhautp nicht, ich fahre die Kurven nicht rund, sondern wie Richard später bemerken wird, polygonal.
??:?? Die erstmalige Rückkunft Ein müder Ritter (ich) wird nach Hause geführt
Essen beim Italiener fette Pizza
Die sich in der Nacht mittels eines Melk-Rufes von mir verabschiedet. Und Smartie konzertet wieder, diesmal aber mit Begleitung. Von Willy. Richard ist in weiser Voraussicht der zu erwartenden Serenaden in ein anderes "Zimmer" ausgewichen und konnte somit schlafen.
Mo 2004-04-26 Früh Ein wenig früher als gestern wird aufgebrochen. Wir hatten noch vom Sonntag die "Reste" und mussten noch nicht fürs frühstück einkaufen fahren.
Franz hat die Vorfahrt in inzwischen gewohnter und bewährter Weise wird unser Franz zum Routier bestimmt. Und ich habe das dicke Ende. Nein Heinz, Du bist nicht gemeint.
und ich komme nach meistens
für mich bemerkbar ist die Verbesserung nicht direkt, aber ich kann länger dranbleiben und ich fahre gefühlsmäßig runder. Zwar mit immernoch einem hohen Aufwand an Konzentration, aber am Vormittag geht es mir gut. Es mach höllischen Spaß mitzuhalten. Nach der Mittagspause habe ich einen Einbruck, der mich beinahe soweit gebracht hat, daß ich die Ausfahrt abgebrochen hätte und irgendwo übernachtet hätte. Wir schleichen als Gruppe vorsichtig und mit relativ vielen kleinen Pausen nach Hause.
Die große Kreisverkehr beim Spital bei Poggibonsi wird von Einigen mit einem Kreisel verwechselt, dann fahren einige dem falschen Füher nach. Irgendwie entsteht der Eindruck, alle sind so ziemlich am Ende. Bis auf Richard und Franz, die hätten noch ewig weitermachen wollen. Und Gerald. Aber dem wird ohnehin fad gewesen sein. Ich kann dies nur vermuten. Aus den Erzählung, was vorne los war. Weil bei mir hinten waren die Leute, incl. mir damit beschäftigt nach Hause zu kommen.
Di 2004-04-27 ca. 1/2 9 Frühstück kaufen. So wird Semmelnholen zum Enduorabeneuer
Franz und ich fahren einkaufen. Gegen in der früh Wir finden den COOP, Franz weiß wo der Bäcker ist, tuto perfeto. Oder so. Wir kaufen also ein. Ich brodle in gewohnter Manier beim Anziehen herum und der Franz ist fort. Macht ja nix, ich GPS. Also, dort nach dem fast Kreisverkehr rechts, glaub ich, abbiegen. Dann fahren. Ähm die Gegend kenne ich jetzt aber nicht. Was sagta GPS? Wegpunkt Villa ist vorhanden, suchen, Route machen und fahren.
Scheiß Amis. Je kleiner die Straße desto kenn, anscheinend. Die schön geschotterte Straáe zu unserer Villa ist im Kartenmaterial nicht enthalten. Aber ein Weg führt dorthin. Also Umdrehen. Ähm, durch diese kleine Gasse (irgendwie kenne ich Feldwege die besser beieinander sind) solls heim gehen? Na, dann fahren wir einmal. Ah, da links, da wirds besser. Ist aber eine abgesperrte Einfahrt. Macht nichts, da zwischen den Bäumen, da sind schon mehrfach welche gefahren oder gegangen, ich sehe es genau.
Umdrehen auf unbefestigtem unebenem Grund mag ich garnicht gerne, aber es muß sein. Also diesen Feldweg weiter fahren. Tiefe Spuren werden erkennbar. Aber mit der AfricaTwin kein Problem. Die kann daß schon. Auf jeden Fall besser als ich. In den Traktorspuren komme ich nicht zu Fall. Doch, siehe, dort, vorne, *SCHLAMMLÖCHER*. Unendlich weite Schlammozeane unbekannter Tiefe warten auf mich. Passt scho. Die Africa Kann Das. Mag ja sein, das mein Motorrad dieses Schlammloch durchfahren kann. Aber ich kann's nicht. Wurscht, vorsichtig, da, rechts, eine trockene Spur. Ein wenig schief zwar, also geneigt, aber: macht nix, geht scho. Nach wenigen Metern eine gleichartige, aber schlimmer Sitation: von links nach rechts, format(weg)füllende Schlammuniversen. Unbekannter Tiefe.
Wie mein Yoda mich gelehrt: Mit Gassss, dann ists nicht verkehrt. Mit anderen Worten: Vollstoff.
Im Stehen, nach hinten das Gewicht verlagert am Gouvernal gezogen, so stehts im Lehrbuch. Nicht wie eine faule Sau auf dem Sitz sitzend, angstschlotternd am Gasgriff drehen im Gelände fahren, so wie ich es mache.
Nix is gschegn, guat is gongan.
Weniger begeistert von meinen Fähigkeiten als Navigator und als Endurofahrer war der Rest der Mannschaft. Die hatten bereits Suchtrupps ausgesandt, mich von der Straß zu kehren. Weil fürs Semmelnholen braucht mann ja kein Handy mitnehmen. Und verfahren kann mann sich auch nicht. Offensichtlich doch.

(c) 2004ff Thomas Wiesinger [Lätze Änderung(en) 2004-05-07]
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